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Philosophischer Salon

Die Kulturabteilung der Jüdischen Gemeinde Frankfurt hat im März 2018 den Philosophischen Salon ins Leben gerufen. Er ist als Denkraum und philosophisches Forum konzipiert und findet drei bis vier Mal im Jahr statt.

Im Salon werden zeitlose und aktuelle Themen jenseits des akademischen Diskurses aufgegriffen und neue Impulse für das geistige Leben der Stadt Frankfurt gesetzt. Gäste aus den unterschiedlichsten Disziplinen – Philosophie, Literatur, Naturwissenschaft u.a. – sprechen mit Leon Joskowitz über gesellschaftsrelevante Themen, hinterfragen und debattieren sie.

Der Nachwuchsphilosoph Leon Joskowitz, Jahrgang 1982, ist einem breiteren Publikum durch die von ihm geleitete Gesprächsreihe Philosophisch Dinieren im MAK Frankfurt bekannt. Joskowitz kreiert jährlich für die Frankfurter Buchmesse temporäre Gastronomie-Erlebnisse, die dem jeweiligen Gastland gewidmet sind und schreibt philosophisch über Kulinarik. Der Philosophische Salon der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main wurde mit ihm gemeinsam entwickelt und er verleiht der Reihe ein „Gesicht“.

Gäste 2019: Svenja Flaßpöhler
Gäste 2018: Raoul Schrott, Thea Dorn, Wolfram Eilenberger

Seinen Auftakt fand der Salon 2018 in der Villa Leonhardi. Seit August 2019 ist der Philosophische Salon in der Villa 102 beheimatet. Die Großbürgervilla Bockenheimer Landstraße 102 ist ein jüdischer Erinnerungsort: Die ehemaligen Bewohner emigrierten 1932, die Villa wurde von der Stadt „arisiert“ und in die NS-Zukunftspläne eingebunden. Nach überstandenem Bombenkrieg und Restitution wurde es von Wirtschaftskraft und Kreativität geprägt. 1990 bis 2005 war es die Heimat des Literaturhausvereins, heute gehört es der KfW Bankengruppe. Als lebendiges Kulturdenkmal ist die Villa 102 eine Plattform für den regionalen und internationalen Dialog. Diesen führen KfW und KfW Stiftung mit Vertretern von Wirtschaft und Gesellschaft, Politik und Kultur.