Beschreibung
Claude Lanzmann, FR 1974-85, 566 Min., französisch-englisch-deutsch-hebräisch-polnisch-jiddische OV mit deutschen UT, FSK 12
Zwölf Jahre lang arbeitete Claude Lanzmann an seinem monumentalen Werk über den Holocaust. Der Film erzählt von der Vernichtung von sechs Millionen europäischen Jüdinnen*Juden während des Zweiten Weltkriegs und machte die hebräische Bezeichnung Shoa allgemein bekannt. Lanzmann nutzte kein historisches Filmmaterial, sondern besuchte Orte, an denen die Verbrechen stattfanden, und führte Interviews mit Überlebenden, Zeug*innen und Tätern aus 14 Ländern, um die Ereignisse zu nachzuzeichnen.
Der Film entstand aus Lanzmanns Befürchtung heraus, dass der Völkermord, der nur 40 Jahre zuvor begangen worden war, bereits aus dem Gedächtnis verschwunden sein und die Gräueltaten als Geschichte abgetan werden könnten. Als Meilenstein der Filmgeschichte – episch und intim, unmittelbar und unumstößlich zugleich – deckt der Film verborgene Wahrheiten auf, definierte das Dokumentarfilmschaffen neu und beeindruckt in seiner Radikalität bis heute.
Im Café Wunderbar unweit des Kinos lädt ein gesonderter Festivalbereich zum Verweilen ein. Unser Awareness-Team steht dort bei Gesprächsbedarf zur Verfügung.
Café Wunderbar, Antoniterstraße 16, 65929
** Es gelten die Ermäßigungen der Kooperationspartner. Informationen entnehmen Sie bitte der Homepage der jeweiligen Institution.
Datenschutzhinweis
Bei den Veranstaltungen wird fotografiert und gefilmt (inkl. Ton). Die Aufnahmen werden zu Dokumentationszwecken und zu Zwecken der Berichterstattung archiviert, ausgewählte
Aufnahmen werden zwecks Presse- und Öffentlichkeitsarbeit veröffentlicht.