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Jüdische Filmtage 2026

Lang ist der Weg & „Mir zenen do!”

Datum Samstag, 24. Oktober 2026
13 Heshvan 5787
Uhrzeit 19.45 - 21.45
Einlass 19.15
Preis Eintritt: € 25 | € 18 ermäßigt* (zzgl. VVK-Gebühren)
Ort Ignatz Bubis-Gemeindezentrum

Beschreibung

Filmscreening und Lesung aus Texten der „Schejres Haplejte“ Mit Iris Berben, Rachel Salamander und Beno Salamander 

Herbert B. Fredersdorf und Marek Goldstein, DE 1948, 78 Min., deutsch-jiddische OV mit deutschen UT

Als eines der frühesten Filmprojekte jüdischer Displaced Persons wurde LANG IST DER WEG im Juni 1948 in München uraufgeführt. Die auf Initiative des Kulturamts der Selbstverwaltungsorgane der jüdischen Überlebenden entstandene jiddischsprachige Produktion erzählt die Geschichte des jungen Holocaust-Überlebenden David Jelin, der nach Kriegsende in einem Displaced-Persons-Lager verzweifelt nach seiner Familie sucht. Die Hoffnung auf einen Neuanfang führt ihn schließlich gemeinsam mit anderen Überlebenden in das britische Mandatsgebiet Palästina. Als einer der ersten Filme, der die Erfahrungen jüdischer Displaced Persons ins Zentrum rückt, verbindet LANG IST DER WEG persönliche Schicksale mit dokumentarischer Authentizität und nimmt damit einen besonderen Platz in der Geschichte des Nachkriegsfilms ein.

Im Anschluss an die Filmvorführung lesen Rachel Salamander und Beno Salamander aus den jiddischen Originaltexten der „Schejres Haplejte“, des „Rests der Geretteten“ – Überlebende der Schoa, die nach der Befreiung ihre Erfahrungen literarisch festhielten. Zwischen Kriegsende und den frühen 1950er Jahren entstanden autobiografische Erzählungen, Romane und Gedichte auf Jiddisch und Hebräisch. Unter dem Motto „Mir zenen do!“ („Wir sind noch da!“) verlieh der 1946 gegründete „Schriftstellerverband der befreiten Juden“ den Erfahrungen und Herausforderungen jiddischer Autor*innen in der Nachkriegszeit eine öffentliche Stimme.

Die Texte sind eindrucksvolle Zeitdokumente, die von Überleben, Verlust und Neubeginn erzählen und zugleich Zeugnis der alltäglichen Begegnungen im Nachkriegsdeutschland ablegen. Die für diesen Abend ausgewählten literarischen Stimmen zeichnen sich durch ihre sprachliche Kraft aus und bewahren die Erinnerung an jüdische Erfahrungen in einer Zeit des Übergangs und der Neuorientierung.

Aus der deutschen Übersetzung liest die Schauspielerin Iris Berben. 

In Kooperation mit Hessen Film & Medien.

Mit einer Einführung von Felicitas Friedrich, Monacensia München

* Ermäßigung gilt für Schüler*innen, Auszubildende, Student*innen, Geflüchtete und Senior*innen

Datenschutzhinweis

Bei den Veranstaltungen wird fotografiert und gefilmt (inkl. Ton). Die Aufnahmen werden zu Dokumentationszwecken und zu Zwecken der Berichterstattung archiviert, ausgewählte

Aufnahmen werden zwecks Presse- und Öffentlichkeitsarbeit veröffentlicht.

 

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