Beschreibung
Di., 05. Mai 2026, 19:30 Uhr
„Eigentlich war es kein Kreis, eher ein Kosmos, ein Universum, das mich in meiner Kindheit und Jugend umstrahlte.“
Barbara Honigmann erzählt vom Leben und Überleben der Freunde ihrer Eltern, die den Lagern der Nazis und des Gulags entkamen. Junge jüdische kommunistische Intellektuelle, die für ihre Ideale teuer bezahlten und von denen einige doch immer wieder Auswege fanden. Mischka zum Beispiel brachte in ihrer Moskauer Zweizimmerwohnung in den Siebzigerjahren Dichter und Dissidenten zusammen, die dem Sowjetregime die Stirn boten. Vor dem Hintergrund der mörderischen Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts bestechen diese mitreißend erzählten Erinnerungen an Bekannte, Gefährten, geliebte Menschen vor allem durch ihre Freundlichkeit, ihre Wärme, ihren Witz.
Moderation: Christian Dinger, Hessisches Literaturforum im Mousonturm e.V.
Barbara Honigmann, in Ost-Berlin geboren, arbeitete als Dramaturgin und Regisseurin. 1984 emigrierte sie mit ihrer Familie nach Straßburg, wo sie noch heute lebt. Honigmanns Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Goethe-Preis der Stadt Frankfurt 2023, zuletzt 2024 mit dem Schiller-Gedächtnispreis und dem Jehuda-Amichai-Literaturpreis. Zu ihren zahlreichen Publikationen zählen u.a. „Roman von einem Kinde“ (1986), „Alles, alles Liebe!“ (2000), „Ein Kapitel aus meinem Leben“ (2004), „Georg“ (2019) und zuletzt „Unverschämt jüdisch“ (2021).
Einlass: 19:00 Uhr
Beginn: 19:30 Uhr
Eintritt:
€ 12 | € 9 | € 6 (pay as you wish)