Beschreibung
Tipp: Wie lässt sich das Unsagbare erzählen, und wo stößt die juristische Aufarbeitung an ihre Grenzen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Literaturwissenschaftlerin Prof. Dr. Kerstin Steitz am 24. Juni 2026 um 18:30 Uhr im Haus am Dom in Frankfurt.
Im Mittelpunkt ihres Vortrags steht die literarische und filmische Auseinandersetzung mit dem Frankfurter Auschwitz-Prozess und dem Vermächtnis Fritz Bauers. Ausgehend von ihrer 2025 erschienenen Studie wird anhand von Texten und Filmausschnitten aus Werken wie „Die Ermittlung“, „Im Labyrinth des Schweigens“, „Zeugin aus der Hölle“ und „Mord in Frankfurt“ diskutiert, wie Literatur und Film dort ansetzen, wo die juristische Aufarbeitung nationalsozialistischer Verbrechen an ihre Grenzen stößt. Im Gespräch mit Dieter Wesp eröffnet Steitz neue Perspektiven auf Erinnerung, Aufklärung und die Wirkungsgeschichte des Auschwitz-Prozesses. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Wir freuen uns, auf die durch die Jehoshua und Hanna Bubis-Stiftung geförderte Publikation aufmerksam zu machen, die den Ausgangspunkt dieser Veranstaltung bildet. Die Veranstaltung findet auf Einladung des Fördervereins Fritz Bauer Institut in Kooperation mit der Katholischen Akademie Rabanus Maurus statt.