Gemeinde

Tora Schmuck Restitution

Am 23. März 2026 hat das Jüdische Museum Frankfurt ein historisches Tora-Schild sowie zwei Tora-Aufsätze aus der Werkstatt des Silberschmieds Leo Horovitz an die Jüdische Gemeinde Frankfurt restituiert.

Unser Vorstandsvorsitzender Marc Grünbaum nahm die Ritualobjekte im Beisein von Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt am Main Dr. Ina Hartwig und Museumsdirektorin Prof. Dr. Mirjam Wenzel sowie Kunsthistorikerin Dr. Eva Atlan entgegen.

Der Silberschmuck stammt aus der 1938 zerstörten Börneplatz-Synagoge. Gemeinsam mit einem bereits im Besitz der Gemeinde befindlichen Anhänger wird das Ensemble nun erstmals seit 88 Jahren wieder vollständig gezeigt.

© Michael Faust

Marc Grünbaum bezeichnete die Rückgabe als „eine ganz besondere Restitution“. Historisch zusammengehörige Kultusgegenstände würden „nach 88 Jahren wieder vereint“ und kehrten „zurück zu unserer Gemeinde, zu der sie gehören. Ein Kreis, der sich schließt“.

Marc Grünbaum, Dr. Ina Hartwig, Prof. Dr. Mirjam Wenzel © Michael Faust

Besonders Marc Grünbaum auch die Rolle der Stadt Frankfurt hervor: Das Tora-Schild wurde im freien Handel erworben und anschließend restituiert. Dieser „einmalige Vorgang“ unterstreiche das Bewusstsein der Stadt für ihre historische Verantwortung.

Dr. Eva Atlan, Marc Grünbaum, Dr. Ina Hartwig © Michael Faust

Die Restitution stärke nicht nur die Verbindung zur Geschichte, sondern präge auch das heutige Verhältnis zwischen Gemeinde und Stadt: „Verantwortung für die Gegenwart jüdischen Lebens bedeutet immer auch, Verantwortung für die Geschichte zu übernehmen.“

© Michael Faust
© Michael Faust
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