Ein Abend, der bleibt
Am 4. Februar 2026 wurde das Philanthropin in Frankfurt zu einem Ort des Erinnerns und des Zuhörens.
In Kooperation mit WIZO Frankfurt e.V. lud die Jüdische Gemeinde Frankfurt zu „Trotzdem Ja zum Leben sagen – ein Abend gegen das Vergessen“ ein – eine emotionale und lebensbejahende Veranstaltung, die zugleich dem Holocaust-Gedenktag gewidmet war und den Terror des 7. Oktobers 2023 in das kollektive Gedächtnis rief.
Fast 200 Gäste kamen zusammen, um den bewegenden Beiträgen zu folgen: den Worten unseres Vorstandsvorsitzenden Marc Grünbaum sowie Uwe Becker, die den Abend eröffneten und ein starkes Zeichen gegen das Vergessen setzten. Das anschließende Panel, moderiert von Gil Bachrach, Journalist und Fernsehproduzent, gab Raum für Austausch, Nachhall und die leisen Fragen, die ein solcher Abend mit sich bringt.
Im Mittelpunkt standen die persönlichen Berichte von Eva Szepesi, Überlebende von Auschwitz, und Ela Shani, Überlebende aus dem Kibbutz Be’eri. Ihre Stimmen machten deutlich, dass Überleben nicht nur Vergangenheit ist, sondern Auftrag: zu erzählen, zu erinnern, nicht zu schweigen. Ergänzt wurde der Abend durch die Perspektive von Prof. Dr. Tamara Fischmann vom Sigmund Freud Institut, die die Spuren von Trauma und die Bedeutung von Erinnerung aus fachlicher Sicht einordnete.
Ein besonderer Moment war die Vorführung des Films „THE CHILDREN OF OCTOBER 7“ – produziert von Eytan Schwartz, Regie: Asaf Becker. Bilder, die nicht loslassen. Geschichten, die bleiben.
So wurde dieser Abend mehr als ein Programm: ein Zeichen gegen das Vergessen und eine Aufforderung hinzusehen und weiterzutragen, was erzählt werden muss.
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