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12.11.2023 / 28 Heshvan 5784

Pressemitteilung zum antisemitischen Vorfall am 11.11.2023

Zum gestrigen (11.11.2023) antisemitischen Vorfall vor einem Hotel in der Hamburger Allee erklärt der Vorstand der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main:

„Wir sind bestürzt über diesen antisemitischen Vorfall, der sich gestern Abend vor einem Hotel in der Hamburger Allee zugetragen hat. Dort wurde ein Rabbiner unserer Jüdischen Gemeinde Frankfurt und ein Vertreter der jüdischen Gemeinde Dortmund von einer Gruppe Männern als „Drecksjuden“ beleidigt. Da sich im Hotel zurzeit einer Delegation von Vertreterinnen und Vertreter aller jüdischen Gemeinden in Deutschland im Rahmen der jährlichen Ratsversammlung des Zentralrats der Juden in Deutschland befindet, war die Polizei bereits vor Ort und konnte schnell eingreifen und einige der, wie nun bekannt, aus Baden-Württemberg stammenden Gruppe, direkt festnehmen. Wir danken der Polizei für das schnelle und adäquate Einschreiten.

Es wurde Strafanzeige gestellt und wir hoffen nun, dass auch strafrechtlich Konsequenzen gezogen werden. Aus der geschichtlichen Erfahrung wissen wir nämlich, dass viel zu oft aus Worten leichtfertig Taten werden und somit gilt es auch Beleidigungen mit allen rechtstaatlichen Mitteln entgegenzutreten. Nur drei Tage nach dem 85. Gedenken an die Reichspogromnacht und mehr als vier Wochen nach dem Terrorangriff auf Israel, in dessen Zuge ein offen und aggressiver Antisemitismus in Deutschland zutage getreten ist, müssen wir leider feststellen, dass der Judenhass immer unverhohlener wird. Lassen wir es nicht zu, dass Antisemitismus in Frankfurt alltäglich wird. Stehen wir zusammen als Gesellschaft gegen Antisemitismus.“

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12.11.2023

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