Anlässlich der Ankündigung der Pläne zur Abwahl von Dr. Nargess Eskandari-Grünberg erklärt der Vorstand der Jüdischen Gemeinde Frankfurt
Für uns steht außer Frage: Dr. Eskandari-Grünberg zeigt seit Jahren konsequent Haltung gegen Antisemitismus, gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit sowie für Demokratie, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gerade in Zeiten zunehmender Polarisierung und wachsender Anfeindungen gegenüber Minderheiten setzt sie immer wieder klare Signale und stellt sich unmissverständlich an die Seite derjenigen, die Schutz, Unterstützung und politische Rückendeckung benötigen.
Als Vorstand erleben wir sie stets als verlässliche Ansprechpartnerin und gute Freundin. Insbesondere auch angesichts des grassierenden israelbezogenem Antisemitismus, steht sie stets solidarisch an der Seite unserer jüdischen Gemeinde, aber auch an der Seite des jüdischen Staates. Ihr Einsatz für ein respektvolles Miteinander sowie ihr Engagement für die Rechte von Minderheiten verdienen Anerkennung und Unterstützung und nicht politische Abstrafung.
Besonders vor dem Hintergrund ihrer eigenen Lebensgeschichte als politische Verfolgte und Geflüchtete, die sich in Frankfurt über Jahrzehnte hinweg für Demokratie und Menschenrechte eingesetzt hat, wäre eine Abwahl aus unserer Sicht das ein völlig falsches Zeichen.
Wir sprechen Dr. Nargess Eskandari-Grünberg daher ausdrücklich unser Vertrauen und unsere Unterstützung aus. Frankfurt braucht Persönlichkeiten, die Verantwortung übernehmen, Haltung zeigen und auch in schwierigen Zeiten für demokratische Grundwerte einstehen.
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