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11.11.2018 / Heshvan - Kislev

SHOAH von Claude Lanzmann auf der Kinoleinwand

Die filmische Auseinandersetzung mit dem Holocaust ist immer auch eine mit der Darstellbarkeit des nicht Darstellbaren. Zu dieser Diskussion hat Claude Lanzmann 1985 mit „Shoah“ einen herausragenden, radikalen und formal strengen Beitrag geleistet.

Länge, Personenzahl und Themenvielfalt machen das Werk zu einem Monumentalfilm. 350 Stunden Material wurden in der Gegenwart gedreht, die auf 9h 29 Min heruntergekürzt wurden. Die Recherche dauerte dreieinhalb Jahre und führte durch 14 Länder. Zwischen 1976 und 1981 gab es zehn Drehperioden. „SHOAH“ ist ein nichtfiktionales Werk, dessen Protagonisten - Juden, Nazis, direkte oder fernere Zeugen der Vernichtung - alle an den rekonstruierten Ereignissen beteiligt waren.
Der Film kommt gänzlich ohne Kommentar und Archivmaterial aus und zeigt keinen einzigen Toten. Stattdessen führt er an die Orte der Vernichtung in der Gegenwart.

Claude Lanzmann ist am 5. Juli diesen Jahres in Paris verstorben und so ist die Aufführung von SHOAH, der in zwei Teilen im Rahmen der Veranstaltungsreihe zum Novemberpogrom 1938 in Zusammenarbeit mit der seit 38 Jahren tätigen „Höchster AG Geschichte und Erinnerung“ läuft, auch als eine Verneigung vor Lanzmann und seinem Werk zu verstehen.

Termininfos

Termin
11.11.2018
Einlass
18:15 Uhr
Beginn
18:30 Uhr
Ende
So 23:10, Mo 23:53 Uhr Uhr
Eintritt
7 € / 3,50 € (mit Frankfurtpass)
Karten
Tel. Kartenreservierung 069 212 45714
Veranstalter
Filmforum Höchst

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