Menü

Hilfe in allen Lebenslagen

Die Sozialabteilung der Gemeinde bietet vielfältige Hilfestellungen. Von „Essen auf Rädern“ über sozialpädagogische Unterstützung bis hin zur psychosozialen Betreuung für Holocaust-Überlebende.

„Auf drei Dingen basiert die Welt: Auf Thora, auf Gottesdienst und auf Zedaka.“

Sprüche der Väter, 1,2, S.2f.

Die Beratungsangebote der Sozialabteilung stehen allen Gemeindemitgliedern und ihren Familienangehörigen zur Verfügung. Sie sind für alle Gemeindemitglieder kostenlos. Alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterliegen strengster Schweigepflicht.

Ein besonderer Schwerpunkt der Sozialabteilung liegt in der psychosozialen Beratung und Betreuung von älteren, alten und behinderten Gemeindemitgliedern, von Holocaust-Überlebenden und ihrer Angehörigen. Dabei besuchen wir die Ratsuchenden nach ihrem Wunsch auch Zuhause.

Die Beratung von jüdischen Migranten, beziehungsweise Migranten aus der ehemaligen UdSSR gehört ebenfalls zum zentralen Anliegen unserer Aufgabenbereiche. Hinzu kommen andere jüdische Zuwanderungsgruppen mit teilweise erheblichem Beratungs- und Unterstützungsbedarf. Meist handelt es sich um jüdische Familien aus europäischen Nachbarländern und israelische Familien europäischer Herkunft, die in den letzten Jahren nach Frankfurt gekommen sind.

Ein weiterer Schwerpunkt der Sozialabteilung ist die Familienberatung. Darunter verstehen wir alle Familienformen. Familien können aus unterschiedlichen Gründen in Situationen kommen, in denen sie vielfältige Beratung und Unterstützung benötigen. Wir sind für sie da.

Auch Jugendliche und junge Erwachsene wenden sich an uns, wenn sie Beratungsbedarf haben.

Besondere Beratungs- und Hilfsangebote bestehen für junge, jüdische Erwachsene mit Behinderungen und ihren Familienangehörigen, sowie für Familien mit einem kranken oder behinderten Angehörigen.

Jüdische Sozialarbeit und jüdisches Ehrenamt sind eng miteinander verbunden, ob es um Hausaufgabenhilfen, Vorlesen, Unterstützung beim Spazierengehen, Unterstützung von jungen und älteren Menschen mit Behinderungen oder um kulturelle Angebote geht.

Der Seniorenclub mit seinem vielfältigen Kulturangebot gehört zur Sozialabteilung.

Die acht Stufen der Wohltätigkeit nach Maimonides

    Die erste und höchste Stufe: Dem Bedürftigen die Möglichkeit geben, sich selbstständig zu ernähren.
    Die zweite Stufe: Wohltätig sein in einer Weise, dass der Spender und der Bedürftige nicht voneinander wissen.
    Die dritte Stufe: Der Wohltäter weiß, wem er gibt, aber der Arme erfährt nicht den Namen des Spenders.
    Die vierte Stufe: Der Gebende kennt nicht den Namen des Bedürftigen, aber dieser kennt den Spender.
    Die fünfte Stufe: Geben, bevor man gebeten wird.
    Die sechste Stufe: Geben, nachdem man gebeteten wurde.
    Die siebte Stufe: Zwar nicht ausreichend geben, aber dennoch mit Freundlichkeit.
    Die achte Stufe: Mit Unfreundlichkeit geben.

    Ziele jüdischer Sozialarbeit

    Integration ist eines der obersten Ziele

    Zu den Zielen der Beratungs- und Unterstützungsangebote der Sozialabteilung gehört:

    • Die Teilhabe aller Mitglieder der Jüdischen Gemeinde am Gemeindeleben,
    • Die Teilhabe aller Mitglieder der Jüdischen Gemeinde und ihrer Familienangehörigen am Leben in der Gemeinschaft und der Gesellschaft,
    • Vermeidung und Entgegenwirken sozialer Isolierung.

    Dazu ist es notwendig, Menschen dabei zu unterstützen, schwere Lebenslagen zu überwinden, Menschen, die von Pflegebedürftigkeit und/oder Behinderungen betroffen sind, dabei zu unterstützen, ihre Umwelt an ihre Bedürfnisse anzupassen und entsprechende Entlastungs- und Integrationsangebote mit ihnen zu finden und Menschen in bereits lange bestehenden, besonders schweren Lebenslagen Auswege aufzuzeigen und sie bei ihrem Weg aus der Krise zu begleiten

    Dazu dienen Beratungs, Begleitungs- und Unterstützungsangebote, kulturelle Angebote, eine Vernetzung sowie soziale Kontakte.

    Beratung, Begleitung, Unterstützung

    Die Angebote sind kostenlos und einzelfallorientiert

    Alle Mitglieder der Jüdischen Gemeinde Frankfurt und ihre unmittelbaren Familienangehörigen kommen in unsere Beratung, unabhängig vom Einkommen der Betroffenen. Der Ort unserer Beratungsgespräche kann frei gewählt werden: In den Räumen der Sozialabteilung, bei den Ratsuchenden zuhause oder an einem anderen, neutralen Ort.
    Unsere Angebote und Leistungen:
    Gemeinsam mit den Ratsuchenden ermitteln wir die Bedürfnisse und Problemlagen und versuchen gemeinsam, Lösungen zu finden.
    Es werden gemeinsam Ressourcen der Ratsuchenden ermittelt und Selbsthilfekonzepte erarbeitet.
    In der Sozialberatung finden wir gemeinsam heraus, welche Hilfen jeweils beansprucht werden können. Wir bieten Unterstützungen bei Antragstellungen bei Ämtern und Behörden und bei der Überprüfung der Bescheide an.
    Wir bieten Unterstützung bei der Wohnungs-, Arbeits- und Ausbildungssuche an, bei Eingliederungs-, Sprach- und Fortbildungskursen sowie bei der fachlichen, nicht anwaltlichen Vertretung gegenüber entsprechenden Ämtern und Behörden.
    Seniorenberatung: Es wird, gemeinsam mit den Ratsuchenden, ermittelt welche Unterstützungsleistungen notwendig sind, um möglichst lange selbstständig und selbstbestimmt leben zu können. Wir beraten und unterstützen bei der Implementierung der Pflege.
    Beratung von Paaren und Familien: Gemeinsam mit den Ratsuchenden bemühen wir uns darum, herauszufinden, woraus die Problemlagen entstanden sind. Wir bieten Hilfen und Unterstützung an bei schwierigen Familiensituationen, Anpassungs- und Schulproblemen der Kinder, bei der Suche nach Betreuungsangeboten und beraten bei Wohnungsproblemen. Bei Bedarf begleiten wir zu fachspezifischen Hilfesystemen und bleiben nach Wunsch Ansprechpartner.
    Wir beraten Jugendliche und junge Erwachsene bei Schulproblemen, Problemen in der Ausbildung und am Arbeitsplatz, in der Ausbildungsstelle und in der Familie.
    Wir beraten Alleinstehende und Menschen mit besonderen Bedürfnissen.
    Wir beraten und begleiten Menschen mit seelischen Erkrankungen und geistigen Behinderungen und ihre Familienangehörigen.


    Integration in die Angebote der Gemeinde:
    Das Schulgeld für unsere Lichtigfeld-Schule und die Nachmittagsbetreuung, die Teilnahme an Machanot und andere Aktivitäten des jüdischen Jugendzentrums, die Teilnahme an Familienseminaren, Seniorenfreizeiten und vielem mehr werden durch sozialverträgliche Anpassung der Beiträge für alle Gemeindemitglieder ermöglicht.


    Die Sozialberatung ist zu einer allgemeinen Lebensberatung für alle Gemeindemitglieder geworden. Wir bieten nach Bedarf eine besonders geschützte und störungsfreie Gesprächssituation an.

    Psychosoziale häusliche Begleitung

    Dieses Angebot richtet sich vor allem an Senioren und Behinderte

    Ziel unseres Angebotes ist es, die Menschen, die unsere Dienste benötigen, aktiv dabei zu unterstützen, ihre Autonomie zu erhalten und ihre Lebensqualität zu verbessern. Unser Angebot ist kostenlos, individuell abgestimmt und richtet sich an alle Mitglieder unserer Gemeinde. Wir unterliegen der Schweigepflicht. Einen besonderen Schwerpunkt bilden unsere Gemeindemitglieder, die Überlebende der Shoah sind, und ihre Angehörigen. Sie liegen uns besonders am Herzen.

    Bei unserem Angebot handelt es sich nicht um pflegerische oder hauswirtschaftliche Verrichtungen, sondern um zusätzliche, psychosoziale Beratungen und Begleitungen im häuslichen Umfeld. Auch wenn Leistungen über die Pflegekassen bezogen werden, besteht unsere psychosoziale Beratung und Begleitung ungeschmälert weiter. Es handelt sich ausschließlich um eine Leistung der Jüdischen Gemeinde durch ihre Sozialabteilung.

    Unsere Angebote und Leistungen beinhalten:

    Regelmäßige Hausbesuche nach Bedarf. Auf Wunsch auch regelmäßige, telefonische Kontakte, Gesprächsangebote, Entlastung von pflegenden Angehörigen durch Gesprächsangebote, Ermittlung des Pflegebedarfs, Beratung und Unterstützung bei der Implementierung von Hilfen, Unterstützung bei der Selbstständigkeit, Hilfen bei der Freizeitgestaltung, Teilhabe am Gemeindeleben. Auf Wunsch bietet die Sozialabteilung der Jüdischen Gemeinde die Überwachung der Pflegequalität, Hilfe bei der Erledigung von wichtigen postalischen- und Behördenangelegenheiten, Kontaktaufnahme zu Familienangehörigen, Freunden und Nachbarn.


    Diese Angebote sind Teil des „Frankfurter Programm - Würde im Alter“ des Jugend- und Sozialamtes der Stadt Frankfurt am Main. Auch dieser Institution gegenüber unterliegen wir der Schweigepflicht und schützen Ihre Daten.

    Beratungsstelle für Migranten

    Wer aus dem Ausland zuzieht, wird hier gut beraten

    Unser Angebot: Beratung – Begleitung – Interkulturelle Mediation – Hilfen zur Integration – Krisenintervention für jüdische Migranten und ihre Familienangehörigen.

    Die Beratungsstelle für jüdische Migranten entstand infolge der starken Zuwanderung von Juden aus den Ländern der ehemaligen UdSSR, die 1989 begann. Trägerin der Beratungsstelle ist die Jüdische Gemeinde Frankfurt. Unsere Zielgruppen sind sowohl Neuzuwanderer aus unterschiedlichen Herkunftsländern, als auch jüdische Migranten und ihre Familienangehörigen, die seit längerem in Deutschland leben, aber weiteren Integrations- und Beratungsbedarf haben. Unsere Beratung ist kostenlos. Wir unterliegen der Schweigepflicht.

    Wir sind Ihre ersten Ansprechpartner und bieten folgende Dienstleistungen an:

    • An den jeweiligen Lebenslagen orientierte Integrationsberatung und Begleitung
    • Begleitende Beratung zum Aufnahme- und Umverteilungsverfahren
    • Hilfen bei der Erstunterbringung, Unterstützung bei der Wohnungssuche und Hilfen bei der Integration in das Wohnumfeld
    • Unterstützung bei der Wahrnehmung von Leistungs- und Rechtsansprüchen
    • Beratung und Unterstützung in schulischen, Bildungs- und Ausbildungsangelegenheiten und bei der beruflichen Integration
    • Begleitende Beratung in Krisensituationen
    • Begleitende Vermittlung zu und Kooperation mit Fachdiensten wie Jugend-, Behinderten- und Altenhilfe
    • Beratung und Unterstützung bei der Einbürgerung
    • Beratung bei Krankheit und Pflegebedürftigkeit, ggfs. begleitete Arztbesuche
    Integration in die Institutionen der Jüdischen Gemeinde in Zusammenarbeit mit der Sozialabteilung der Jüdischen Gemeinde
    • Unterstützung bei der Aufnahme in die Jüdische Gemeinde und Hinführung zu deren jüdische Einrichtungen, wie: Krippe, Kindergarten, I. E. Lichtigfeld-Schule, Jugendzentrum, Rabbinat, Religionsschule, Seniorenclub, das Jüdische Altenzentrum und die kostenlose psychosoziale, aufsuchende Versorgung durch die Sozialabteilung,
      Jüdische Ferienfreizeiten für Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren
    • Angebote für jüdische, junge Erwachsene mit Behinderungen

    Wir bieten auch einen „besonderen Deutschkurs“ für ältere Gemeindemitglieder an. Die Schüler lernen, mit der deutschen Sprache, viel über ihre jüdische Religion, Geschichte und Kultur.

    Ziele unserer Angebote sind:

    • Integration in das Gemeindeleben, aktive Teilhabe am Gemeindeleben und allen anderen Bereichen des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens
    • Stärkung der jüdischen Identität
    • Verbesserung der gesellschaftlichen und beruflichen Integrationschancen
    • Förderung der Eigeninitiative und der Wahrnehmung und Nutzung der eigenen Ressourcen
    • Befähigung der Ratsuchenden, andere Dienste und Institutionen selbständig zu nutzen und dort ihre Interessen zu vertreten
    • Förderung der gegenseitigen Akzeptanz in der Gesellschaft

    Jüdische Migranten sind in kürzester Zeit präsente, aktive Mitglieder der jüdischen Gemeinde und der Stadtgesellschaft geworden. Ihre enorme Integrationsfähigkeit ist dabei konstituierend und Grundlage der erfolgreichen Integrationsarbeit der Sozialabteilung der Jüdischen Gemeinde.

    Angebote für Senioren

    Für die ältere Generation hat die Sozialabteilung noch mehr Ideen

    In Zusammenarbeit mit dem Seniorenclub organisiert die Sozialbteilung einmal jährlich einen Seniorenausflug. Zusätzlich bietet sie für ältere Gemeindemitglieder, für die ein eintägiger Ausflug zu anstrengend ist, kleinere Freizeiten an. Mehr Informationen gibt es unter www.jg-ffm.de/senioren/seniorenclub.

    Angebote für Menschen mit Behinderung

    Die Gemeinde hilft junge Menschen mit Behinderung und deren Familien.

    Menschen mit geistigen und seelischen Behinderungen benötigen häufig Unterstützungen bei der Teilhabe an der Gesellschaft. Dies gilt sowohl für den Bereich des Wohnens, der Ausbildung, für den beruflichen Bereich und besonders für den Bereich der Freizeitgestaltung.

    Für jüdische Menschen mit Behinderungen ist die Unterstützung bei der Teilhabe am jüdischen Gemeindeleben ein wesentlicher Bestandteil ihrer Integration. Dies ist ein wechselseitiger Prozess, der großer Aufmerksamkeit und Sorgfalt bedarf.

    Die Sozialabteilung hat mithilfe der von Behinderungen betroffenen jungen, jüdischen Erwachsenen und ihrer Familienangehörigen eine Selbsthilfegruppe geschaffen, die sich regelmäßig zu jüdischen Festen und Feiertagen trifft, sowie zu allgemeinen kulturellen und Freizeitaktivitäten.

    Unser besonderer Schwerpunkt liegt auch hier in der Stärkung der Ressourcen der Betroffenen und darin, sie dabei zu unterstützen, ihr Leben so selbstständig wie möglich zu gestalten.

    Sowohl die Betroffenen selbst, als auch ihre Angehörigen benötigen dazu intensive Beratung, Vertrauensbildung und Unterstützung.

    Die Sozialabteilung der Jüdischen Gemeinde hat ein breites Beratungsangebot für die jungen Erwachsenen und viele Freizeitangebote entwickelt. Zu den Freizeit-Aktivitäten gehören sowohl das gemeinsame Feiern von jüdischen Festen und Feiertagen, als auch andere Themen, die dazu dienen, die Sensibilisierung aller Sinne zu fördern, beispielsweise durch Ausflüge in die Natur.

    Kontakt

    Sozialabteilung
    Westendstraße 43
    60325 Frankfurt am Main

     069 / 76 80 36-300
     069 / 76 80 36-349
     sozialabteilung@jg-ffm.de
     jg-ffm.de/de/soziales/sozialabteilung

    Leitung:
    Dalia Wissgott-Moneta, Dipl. Pädagogin
    Telefon 069 / 76 80 36-310
    E-Mail d.wissgott-moneta@jg-ffm.de

    Sekretariat:
    Susanne Loewinstein
    Telefon 069 / 76 80 36-320
    E-Mail s.loewinstein@jg-ffm.de

    Westendstraße 43:  

    Ella Slutski, Sozialberaterin
    Telefon 069 / 76 80 36-345
    E-Mail e.slutski@jg-ffm.de

    Svetlana Pasternak-Pustilnik, Sozialarbeiterin
    Telefon 069 / 76 80 36-315
    E-Mail: s.pustilnik@jg-ffm.de 

    Corneliusstraße 18:

    Ephrem Eyob, Sozialarbeiter
    Telefon 069 / 76 80 36-331
    E-Mail e.eyob@jg-ffm.de

    Gerd Petri, Sozialdienst
    Telefon 069 / 76 80 36-332
    E-Mail g.petri@jg-ffm.de 

    Ambulante, psychosoziale Versorgung Älterer und behinderter Gemeindemitglieder, Westendstraße 43:

    Kristiiana Yehudah, Sozialarbeiterin
    Telefon 069 / 76 80 36-313
    E-Mail k.yehudah@jg-ffm.de

    Alina Altman, Krankenschwester
    Telefon 069 / 76 80 36-311
    E-Mail a.altman@jg-ffm.de

    Lala Meerson, Krankenschwester (Isr.)
    Telefon 069 / 76 80 36-314
    E-Mail l.meerson@jg-ffm.de

    Unsere Mitarbeiter sprechen Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch, Iwrith, Polnisch und Bulgarisch 

    Termine